Urlaub 2019 - Hamburg
- 7. Juli 2019
- 4 Min. Lesezeit
Dieses Jahr haben mein Freund und ich Urlaub in Hamburg gemacht. Der zweite Versuch, nachdem mir vor vier Jahren eine Wurzelspitzenresektion einen Strich durch die Rechnung gemacht hat... Dieses Jahr wurde das Ganze aber voll durchgezogen:
1. Juli:
Unsere Reise begann erst einmal in Richtung Süden. Ja, genau die entgegengesetzte Richtung. ;) Erster Stopp war der Flughafen München, wo ich am Nachmittag meinen ersten Flug antreten sollte. Für Roland war es ja nichts neues. Er hatte ja bereits zwei Langstreckenflüge im A380 hinter sich. Ich dagegen startete erst einmal klein: innerhalb Deutschland mit einem A319.
Bereits an der Sicherheitskontrolle scheiterte ich. In einer kleinen Kühltasche hatte ich mir Brotzeit inklusive Kühlakkus in meinem Rucksack verstaut. Als mir nach dem Röntgen dann gesagt wurde, ich sollte meinen Rucksack öffnen, weil sie Flüssigkeit entdeckt hätten, schoß es mir in den Kopf: Kühlakkus enthalten ja Wasser! Tja, weg waren sie...

Ich war total aufgeregt und am liebsten wäre ich kurz vorm Abheben aus dem Flieger raus. Den Mitpassagieren zuliebe habe ich aber auf eine Revolte verzichtet. ;) Der Flug verlief - bis auf ein paar kleinere Turbulenzen - ruhig und ich konnte mich langsam wieder entspannen.
Nachdem wir sicher in Hamburg gelandet waren, unsere Koffer geschnappt haben und uns gestärkt hatten, ging es mit der S-Bahn zm Berliner Tor, wo unser Hotel war: Das Parkhotel. Unser Zimmer dort war zwar klein, aber fein. Wir brauchten es ja nur zum Schlafen. Da ist nur wichtig, dass es sauber und gemütlich ist. ;) Auch am Service konnten wir nichts beanstanden.
Anschließend ging es noch kurz in den Hafen zur Elbphilharmonie. Dort gibt es ja die Plaza, eine Aussichtsplattform für Besucher. Dort hat man eine super Aussicht auf den Hafen. Es war an dem Tag halt leider extrem windig. Der Aufenthalt dort oben war also nicht sooo angenehm. O:)
2. Juli:
Am Dienstag gig es dann wieder zum Hafen. Dieses Mal zum alten Elbtunnel. So schmal wie der ist, kann man sich heute gar nicht mehr vorstellen, dass man früher mit dem Auto durchfahren konnte. :O
Nach dem Mittagessen im Hofbräuhaus (ja, wir fahren nach Hamburg um bayerisch zu essen. xD) ging es ins Hamburg Dungeon. Leider mit einer nervigen Schulklasse, von der einige Mädels zu zart besaitet waren. *grins* Das machte das Ganze aber irgendwie auch lustiger. ;) Die Geschichte von Hamburg mal anders. Und vor allem: Das Dungeon in Hamburg ist um einiges actionreicher als das in Berlin!
Zum Abschluss des Tages machten wir noch eine Stadtrundfahrt. Diese war wahnsinnig interessant und wir konnten einiges von Hamburg sehen und bekamen von unserem Guide wirklich viele Informationen.
3. Juli:
Am dritten Tag ging es gleich um 08:00 Uhr ins Miniaturwunderland. Da war es noch schön ruhig! Die Uhrzeit kann ich echt nur empfehlen. Und die Reizüberflutung dort ist enorm! All die Details und die kleinen Gimmicks, die teilweise eingebaut sind! Alle 15 Minuten wird es "Nacht" - mit Dämmerung und allem Drum und Dran. Und was dort alles nachgebaut ist: Italien inklusive Vesuv - natürlich als ausbrechender Vulkan. Die Schweiz, deutsche Fleckchen wie Bayern, der Hamburger Flughafen (dort der von Knuffingen) und andere Teile der Stadt und, und, und.
Auch das Bistro ist ganz originell: Teilweise kann man auf Sitzen aus Zügen sitzen. Also wie in einem Zugabteil.
Daraufhin haben wir einen kleinen Abstecher auf die Reeperbahn gemacht. Am Tag ist sie zwar nicht so spektakulär, aber trotzdem. ;) Danach noch rauf auf den Michel, von dem man auch einen super Ausblick auf Hamburg hat.
Anschließend ging es wieder an den Hafen zurück. Dort haben wir eine zweistündige Hafenrundfahrt gemacht.

Die war wirklich super! Mit den Barkassen kommt man ja auch schön in die kleinen "Gassen" der historischen Speicherstadt. Im Frachthafen hatten wir auch Glück und konnten riesige Containerschiffe bestaunen. Es ist schon der Wahnsinn, wie viele Container auf so ein Schiff passen! Und dass es dann auch noch schwimmen kann! :O
4. Juli:
Donnerstag ging es dann in den Tierpark Hagenbeck inklusive Tropen-Aquarium. Auch, wenn wir bereits einmal dort waren, durfte ein Besuch dort nicht fehlen. Naja, für mich fing der Aufenthalt dort nicht so toll an. Im Tropen-Aquariuum erleichterte sich einer der frei fliegenden Vögel genau über mir...Zum Glück war das "Häufchen" von festerer Konsistenz und ließ sich somit gut entfernen. *puh*
Da wir dann doch nicht solange wie gedacht, im Zoo gebraucht haben, haben wir uns spontan für eine Rundfahrt auf der Alster entschieden. Wir schipperten etwa eine Stunde auf Innen- und Außenalster und konnten u. a. Seglern und Ruderer zusehen. Wir haben unsere Entscheidung also nicht bereut. :)
5. Juli:
Am letzten Tag standen nur noch Kleinigkeiten auf dem Plan. Nach dem Auschecken im Hotel (unser Gepäck durften wir sogar noch dort lassen) ging es ein wenig zum Shoppen. Das muss schon auch drin sein. ;)
Mittags stärkten wir uns noch schnell und fuhren dann mit der neuen U4 in die Hafencity. Dort hatte Roland vor vier Jahren das Automuseum "Prototyp" entdeckt. Es ist zwar klein, aber wirklich schön gestaltet. Für Autoliebhaber also ein Geheimtipp. :)
Abschließend haben wir noch einen Abstecher zu den Elbbrücken gemacht. Leider hatte es dann zu regnen angefangen, sonst hätten wir uns dort etwas genauer umgesehen. Also sind wir dann bald zum Hotel zurück, haben unser Gepäck wieder abgeholt und sind zum Flughafen. Dort haben wir ein wenig rumgelungert, bis es
dann zur Sicherheitskontrolle ging. Und wieder hielt ich den Betrieb ein wenig auf: Da ich versehentlich vergessen hatte meinen Laptop aus dem Rucksack zu nehmen, wurde mein Handgepäck erst einmal auf Sprengstoff getestet und anschließend beides separat nochmal durch die Kontrolle geschickt. Ja, ich seh ja soooooo gefährlich aus! :P
Beim Heimflug war ich dann schon viel entspannter und gegen 22:15 Uhr kamen wir wieder in München an. Dort war es nachts wärmer als tagsüber in Hamburg. So einen Unterschied kann man sich kaum vorstellen!
Fazit:
Abschließend möchte ich nur noch sagen, dass ich unsere Nordlichter in Hamburg wirklich bewundere. Sie sind immer wahnsinnig nett zu uns gewesen. Zweimal wurde uns von Passanten Hilfe angeboten als diese sahen, dass wir den U- und S-Bahn-Plan eingehend studierten. Das kommt nicht überall vor!
Die Guides und anderen Angestellte bei sämtlichen Touren hatten immer ein freundliches "Moin" auf den Lippen und haben unseren Aufenthalt mit ihrem Hamburger Charme und Leichtigkeit bereichert und natürlich auch belustigt.
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